Tapas in Palamós

Von Pintxos, Platillos und Pica Pica.

Wir sind gerne und oft in unserem Nachbarort Palamós, hier herrscht ein lebendiges Alltagstreiben, das sich – wie es scheint – nie übermäßig vom Tourismusbetrieb hat vereinnahmen lassen. Anders als beispielsweise im nahe gelegenen Platja d’Aro hat man sich hier seine Authentizität als Fischerort bewahrt. Der Puls der Stadt schlägt im traditionsreichen Fischereihafen, um den sich zahlreiche Restaurants reihen, die den Fang des Tages auf den Teller bringen.

Bevor der Restaurantberieb am Abend um 20 Uhr losgeht, öffnen die zahlreichen Tavernas im alten Ortskern eine Stunde früher. Man trifft sich auf einen Apero oder – und hier beginnt der Spaß – zieht man von einer Bar zur nächsten.

Und bleibt man nach einem Glas und einem Tapa länger sitzen, weil es so schön und unterhaltsam ist, machen immer wieder Tabletts mit neuen Kreationen die Runde. Jede Bar hat ihr Repertoire – mal rustikal, mal raffinierter.

Vieles geht von der Hand in den Mund, wie die Pintxos (ausgesprochen: Pintschos) – die fantasiereich belegten Baguette-Scheiben. Oder wir bestellen viele kleine Teller mit Köstlichkeiten (Platillos), die wir miteinander teilen, was sich hier Pica Pica nennt… Ich liebe solche geselligen Abende außerordentlich.

Himmlische ‚Kleinigkeiten‘, wie hier zum Beispiel: überbackene Artischocken in Trüffel-Salsa

Ein guter Ausgangspunkt für eine Tapas-Tour ist die Plaça de la Murada, zu der wir über die große Treppe gelangen, die gegenüber der Einfahrt vom Parkplatz am Strand liegt (Aparcament Platja) .

Von hier aus, kann man sich durch die Alstadt treiben lassen und sich durchprobieren. Es gibt etliche Bars, die seit Jahren etabliert sind…

… und welche, deren Betreiber hin und wieder wechseln. Hier gibt es kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ – einfach ausprobieren oder weiter ziehen.

Und dann gibt es einige erwähnenswerte Treffpunkte, die mittlerweile zu Institutionen geworden sind:

Can Moni – Wie ein gemütliches Wohnzimmer, das allerdings ruckzuck voll ist. Bei schönem Wetter spielt sich der Betrieb aber eh draußen ab. Rustikale Pintxos. Carrer Mauri i Vilar, 15, auf der anderen Seite der Carrer Major.

Can Nicanor – Hier geht es nicht sehr viel größer zu. Wenn man Glück hat, erwischt man einen Tresenplatz, um mit dem Gastgeber zu plaudern. Das zum Stadtbild gehörende irisch-katalanische Ehepaar betreibt das Lokal seit über 20 Jahren – und wir hoffen alle, noch sehr lange! Carrer de la Roda, 14

Txoko Donasterria – Txoko ist schon lange kein Geheimtipp mehr, er liegt außerdem sehr prominent an der ehemaligen Hafenmole. Als Baske bringt er diesen besonderen Twist auf seine Speisekarte. Alle Lobpreisungen sind berechtigt, meiner Meinung nach kreiert er die besten und raffiniertesten Pintxos der Stadt. Ein Besuch ist absolut empfehlenswert! Wer hier einen Platz bekommen möchte, dem sei geraten sich schon deutlich vor 19 Uhr in die Warteschlange einzureihen. Carrer de Tauler i Servià, 23

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